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Besserer Sex: Fakten zu Oxytocin

Erfahre mehr zum Thema Oxytocin, auch das Liebeshormon genannt und warum Liebe das Sexverlangen steigern kann.

  

Was ist Oxytocin

Die Forschung versucht immer noch zu klären, was genau Oxytocin ist. Bei den Ergebnissen tauchen immer wieder widersprüchliche und überraschende Ergebnisse auf. Uns ist bekannt, dass die Produktion dieses Hormons durch Liebe, Kuscheln oder vertraute Beziehungen im Gehirn ausgelöst wird. Oxytocin wird im Gehirn vom Hypothalamus (einem Abschnitt des Zwischenhirns) produziert und dann zur Hirnanhangdrüse weitergeleitet. Von dort aus gelangt es dann in die Blutbahn. Außerdem ist es ein Neurotransmitter – und die Oxytocinrezeptoren sind in allen Elementen des Körpers zu finden. In Stresssituationen oder in Momenten, in denen man ein starkes Gemeinschaftsgefühl wahrnimmt, ist der Hormonspiegel besonders hoch. Während der Geburt oder beim Stillen wird Oxytocin in großen Mengen freigesetzt.[1]

 

Was macht Oxytocin mit dem Körper?

Bloßer Körperkontakt allein reicht aus, um das Gehirn anzuregen, den Stoff Oxytocin im geringen Maße auszuschütten – bei dir und auch bei der Person, die du berührst. Einige Lebensmittel (wie Äpfel, Ingwer, Zwetschken, Pflaumen oder Pfeffer) können die Produktion des Stoffes anregen - ähnlich wie in Situationen, in denen wir Empathie oder Mitgefühl spüren. Oxytocin sorgt für eine entscheidende Verbindung im Gehirn, die auch für Vertrauensbildung verantwortlich ist. Die wiederum ruft ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit hervor und stärkt die Entwicklung emotionaler Beziehungen Beziehungen.[2]

 

Wie beeinflusst Oxytocin unser Sexleben?

Oxytocin hilft dabei sexuelle Stimulationen[3] zu verschaffen und hilft Männern zusätzlich dabei eine Erektion zu halten.[4] Eine Mischung aus chemischen Verbindungen im Hirn intensiviert die Bindung zwischen zwei Partnern, was sie ein höheres Maß an Intimität wahrnehmen lässt. Es wird angenommen, dass Oxytocin, neben Dopamin und Norepinephrin, entscheidend für eine langfristige Beziehung ist. Im Grunde ist Oxytocin das, was euch nach dem Sex verbundener fühlen lässt. Es ist das Hormon, welches für das Nähegefühl nach dem Sex verantwortlich ist. Folglich ist die Zeit, die ihr nach dem Sex verbringt, genauso wichtig für eure Beziehung wie der Sex selbst.[5]

Die Forschung geht davon aus, dass Frauen, die zum Höhepunkt kommen, einen höheren Oxytocinspiegel aufweisen. Das vermittelt ein verbundeneres und vertrauteres Gefühl zwischen zwei Partnern.[6]

Falls du also das dringende Verlangen hast nach dem Sex über deine Gefühle zu reden, sind dafür wahrscheinlich die Hormone verantwortlich. Oxytocin bleibt etwa für 3 Minuten im Körper, der Effekt aber kann bis zu 3 Stunden anhalten. Sex am Morgen ist also ein guter Start in den Tag.


[1] The orgasmic history of oxytocin: Love, lust, and labor

Navneet Magon and Sanjay Kalra - Indian J Endocrinol Metab. 2011 Sep; 15(Suppl3): S156–S161.

[2] Oxytocin increases trust in humans. Michael Kosfeld, Markus Heinrichs, Paul J. Zak, Urs Fischbacher & Ernst Fehr.

Nature 435, 673-676 (2 June 2005) | doi:10.1038/nature03701; Received 20 April 2005; Accepted 5 May 2005

[3] The endocrinology of sexual arousal. J Bancroft

The Kinsey Institute, Indiana University, Morrison Hall third floor, Bloomington, Indiana 47405, USA

[4] Oxytocin Stimulation of Penile Erection. Pharmacology, Site, and Mechanism of Actiona

ANTONIO ARGIOLAS* Article first published online: 17 DEC 2006

[5] VARIATION IN REPRODUCTIVE STRATEGIES INFLUENCES POST-COITAL EXPERIENCES WITH

PARTNERS. Daniel Kruger and Susan Hughes. Journal of Social, Evolutionary, and Cultural Psychology

www.jsecjournal.com - 2010, 4(4), 254-264

[6] http://medicalxpress.com/news/2013-12-science-pillow.html The science of pillow talk by Amanda Denes.

This article was first published in the Fall 2013 edition of UConn Magazine.